Werbung entfernen
aus FirefoxWiki, der freien Wissensdatenbank
Werbung von Webseiten lässt sich auf verschiedene Arten blockieren, so dass sie nicht angezeigt wird. Der Löschvorgang kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Außerdem gibt es für unterschiedliche Werbemittel auch entsprechende Gegenmittel. Beachtet werden sollte allerdings, dass sich viele Seiten ausschließlich über Werbung finanzieren - auch der Lieblingsseite wird mit einem Werbefilter möglicherweise der Boden unter den Füßen weggezogen.
| Inhaltsverzeichnis |
Pop-ups
Es gibt zwei Arten von Pop-ups:
- "klassische" Pop-ups
- Layer-Ads
Klassische Pop-ups öffnen ein neues Fenster, in dem die Werbung eingeblendet wird. Layer-Ads öffnen keine echten Seiten, sondern legen eine Ebene auf eine vorhandene Seite; deshalb werden diese "Pop-ups" in erst in einem späteren Kapitel behandelt.
Der integrierte Pop-up-Blocker von Firefox leistet bei der Unterdrückung von Popups eine gute Arbeit. Nahezu alle unerwünschten Pop-ups können mit ihm geblockt werden. Außerdem kann man unter in den Einstellungen unter Inhalte eine Ausnahmeliste definieren, falls erwünschte Pop-ups geblockt werden sollten, was aber nur sehr selten der Fall ist. Mehr Informationen zum integrierten Blocker findet man im Artikel "Pop-up-Blocker".
Bilderblocker von Firefox
Firefox bietet die Möglichkeit Bilder von einzelnen Domains blockieren zu lassen. Dazu kann man zum Beispiel auf ein unerwünschtes Bild rechtsklicken und dann "Grafiken von [DOMAIN]... blockieren" auswählen. Nun werden alle Bilder, die sich auf diesem Server befinden blockiert. Es gibt in diesem Fall auch schon vorgefertigte Listen, die viele Werbeserver enthalten: auf pgl.yoyo.org (http://pgl.yoyo.org/adservers/) wird zum Beispiel so eine Liste geplegt. Man kann die dort generierte hostperm.1 (http://pgl.yoyo.org/adservers/serverlist.php?hostformat=hostperm.1&showintro=0) einfach in den Profilordner kopieren.
Auch kann man Firefox in den Einstellungen Einstellungen unter Inhalte dazu veranlassen Grafiken von dritten zu blockieren. Dies ist aber eine sehr radikale Methode und führt sehr oft zu Problemen; vor allem auf eBay kommt es dann zu fehlenden Grafiken.
Zusammengefasst kann man sagen, dass diese Möglichkeiten zwar recht effektiv sind, aber nicht sehr genau. Wenn erwünschte und unerwünschte Bilder auf einem Server liegen, dann können sie mit dieser Methode nicht getrennt behandelt werden.
CSS mit Firefox
Firefox bietet die geniale Möglichkeit Bilder mittels CSS von Webseiten zu entfernen. Dazu muss im Profilordner im Unterordner "chrome" die Datei "userContent.css" erzeugt/bearbeitet werden. Objekte können nach Größe, Quelle, Ziel und Name gefiltert werden.
Für Anfänger empfiehlt es sich diese vorgefertigte userContent.css zu nehmen: http://www.gozer.org/mozilla/ad_blocking/css/userContent.css
Für Fortgeschrittene gibt es einige Möglichkeiten mehr. Dazu wird am besten in der userContent.css am Anfang folgender Code eingefügt:
@import url("ad_blocking.css");
@import url("sites.css");
@import url("style.css");
Nun werden die Dateien ad_blocking.css (http://www.gozer.org/mozilla/ad_blocking/css/ad_blocking.css), sites.css (http://www.gozer.org/mozilla/ad_blocking/css/sites.css), style.css (http://www.gozer.org/mozilla/ad_blocking/css/style.css) im selben Ordner wie die userContent.css plaziert.
Dies ermöglicht es das generelle Blockieren von Werbung (mit ad_blocking.css) von den seiten-spezifischen Filtern (sites.css) und den eigenen Einstellungen (style.css) zu trennen. Die style.css muss nicht von hier übernommen werden, da sie keine Werbefilter enthält; da können auch eigene Anpassungen gespeichert werden.
Die Methode über CSS ist zwar sehr wirksam und man kann sehr genau einstellen, was entfernt werden soll. Auch hat sich diese Filtermöglichkeit als recht schnell erwiesen. Sie hat aber auch einige Nachteile:
- die Dateien sind nur mühsam erreichbar
- man sollte sich mit CSS auskennen, um eigene Anpassungen vornehmen zu können
- Firefox muss neu gestartet werden, um Änderungen zu übernehmen
- die Daten werden nicht angezeigt, aber trotzdem heruntergeladen
Blocken mit Erweiterungen
Adblock
Adblock bietet sehr genaue Einstellungsmöglichkeiten, was gefiltert werden soll. Mit Adblock Plus kann man sogar eine Ausnahmenliste (Whitelist) definieren. Auch für Adblock (bzw. Adblock Plus) gibt es vordefinierte Filter, man kann aber auch eigene Filter erstellen.
Vorteil von Adblock ist, dass man Objekte sowohl entfernen (laden, aber nicht anzeigen), als auch blockieren (nicht laden) kann.
Dafür hat Adblock den Nachteil, dass bei einer großen Filterliste der Seitenaufbau, vor allem bei langsamen PCs, merklich verlangsamt wird. Daher sollte man bedacht sein, eine möglichst kurze Liste zu haben. Mehr unter Filter (Adblock) und Geschwindigkeit optimieren.
Remove It Permanently
Mit Remove It Permanently (RIP) kann man nahezu alles von einer Seite verschwinden lassen, egal ob es sich um Formulare, Text-Ads/Werbelinks oder ganze Bereiche einer Seite handelt.
Eine Liste mit vorgefertigten Filtern für einige bekannte Seiten kann man in der RIP-Wiki (http://www.seedwiki.com/wiki/rip_downloads/rip_downloads.cfm) finden.
Sonstige Filtermöglichkeiten
hosts-Datei
Außer den obengenannten Möglichkeiten lässt sich auch die hosts-Datei nutzen; sie ist die erste Anlaufstelle des Betriebssystems, um Domains in die für eine Verbindungsherstellung nötigen IP-Adressen umzuwandeln. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Domain eines Werbung ausliefernden Servers ins Leere umleiten. Einstellungen, die hier vorgenommen werden, betreffen jedoch alle Programme, nicht nur Firefox!
Die Zeile
127.0.0.1 localhost google-analytics.com ssl.google-analytics.com www.google-analytics.com
führt zum Beispiel dazu, dass neben Anfragen an die Domain localhost auch solche an den mittlerweile omnipräsenten Google-Analytics-Dienst auf dem eigenen Rechner enden. Einer Schnüffelei durch Google ist auf diese Weise ein simpler wie sicherer Riegel vorgesetzt.
Bei Unix-kompatiblen Systemen befindet die Datei sich unter /etc/hosts, bei Windows innerhalb des Systemordner %WINDIR%:
| Windows XP | C:\WINDOWS\SYSTEM32\DRIVERS\ETC |
| Windows 2K | C:\WINNT\SYSTEM32\DRIVERS\ETC |
| Win 98\ME | C:\WINDOWS |
Auch hier gibt es fertige Listen, zum Beispiel von MVPS.org (http://www.mvps.org/winhelp2002/hosts.txt) oder pgl.yoyo.org (http://pgl.yoyo.org/adservers/). Bei letzterem Angebot lässt sich neben dem hosts-Format auch noch eine Menge anderer Formate abrufen, passend für verschiedene Betriebssysteme, Programme, etc.
Proxy
Eine weitere gute Möglichkeit, Werbung zu filtern, bieten Proxys. Einige bekannte Werbefilter-Proxys sind:
- Webwasher Classic (http://www.cyberguard.com/products/webwasher/webwasher_products/classic/index.html?lang=de_DE): zwar etwas betagt, aber immer noch gut
- Privoxy (http://www.privoxy.org/): kleiner, schneller Filter für Fortgeschrittene
- Proxomitron (http://www.buerschgens.de/Prox/index.html): universeller Web-Filter mit vielen Möglichkeiten.
Probleme mit Filterlisten
Filterlisten können sehr problematisch sein. Blockiert man zum Beispiel das Wort "werbung", dann kann man diese Seite hier nicht besuchen. Auch wenn man beispielsweise "sex" blockt, wird man nie etwas zum Thema Staatsexamen finden. Man sollte seine Filter also nicht allzu grob mit vielen universellen Filtern setzten. Andererseits sollte man aber doch versuchen, wo möglich, den Filter klein zu halten, da damit die Verarbeitunggeschwindigkeit steigt.
Sollte man fertige Filter benutzen und da "false positives" (also Sachen, die nicht geblockt werden sollten) oder fehlende Filter (also dass Werbung durchkommt) finden, dann ist es am besten dies dem Filterersteller zu melden. Meist werden auf den Seiten, von wo man die Filter hat, Kontaktmöglichkeiten genannt. Die Filterersteller sind auf dieses Feedback angewiesen, denn nur so können sie ihre Filter verbessern.
Weblinks
- Gozer.org (http://www.gozer.org/mozilla/ad_blocking/): Werbung mit Firefox blocken
- Pop-up-check (http://www.popupcheck.com/)
- Pop-up Killer Test (http://www.kephyr.com/popupkillertest/)
- pgl.yoyo.org (http://pgl.yoyo.org/adservers/): diverse Filterlisten
